16.05.2008

Jahresauswertung (Musikwoche) 19.12.2007

Universal Music verteidigt im Longplay- wie im Singles-Segment erneut die Spitzenposition bei den Charts-Anteilen. Aber auch Warner und EMI können im Longplay-Bereich noch um ein paar Prozentpunkte zulegen.

Wer die Chartsanteile der vergangenen Jahre betrachtet, dem drängt sich der Eindruck auf, dass Universal uneinholbar ist. So konnte Sony BMG trotz Fusion nicht an Universal vorbeiziehen - im Gegenteil: Auch wenn es übers Jahr immer mal wieder Monate gab, in denen Sony BMG vor dem Marktführer aus Berlin lag, lassen die zum Jahresende kumulierten Werte keinen Interpretationsspielraum.

Im entscheidenden Longplay-Bereich verbessert sich Universal von 35,46 Prozent an den Charts-Anteilen auf 36,19 Prozent; im Singles-Segment sind es gar beeindruckende 46,34 Pozent - ein Zuwachs von elf Prozentpunkten. Nicht anders sieht es bei den Compilations aus, wo Universal ebenfalls vor Sony BMG und EMI das Feld anführt, und bei den Singles aus deutscher Produktion. Lediglich bei den aus Deutschland stammenden Alben liegt Sony BMG mit einem hauchdünnen Vorsprung vor den Berlinern.

EMI und Warner müssen sich zwar auch in diesem Jahr mit Rang drei und vier zufrieden geben, aber in der Longplay-Wertung können die beiden Majors zulegen - und zwar auf Kosten der Sony BMG, die von 29,58 auf 26,16 Prozentpunkte rutscht. Bei den Singles rangiert Warner vor EMI, und bereits auf Platz acht aller in die Wertung gekommenen Vertriebe platziert sich mit Kontor New Media die erste rein digitale Distributionsfirma.

In der Publisherwertung schafft Universal, was Sony und Bertelsmann bei ihrer Fusion nicht gelungen ist: Dank der Übernahme von BMG Publishing springt die Universal Music Publishing Group vom vierten auf den ersten Rang und verdrängt die langjährigen Platzhirsche EMI Music Publishing und Warner/Chappell.

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